Was ist eigentlich mit der Wohnwelt los? Stellungnahme zur momentanen Situation.

Am 01.07.09 wurde uns offiziell mitgeteilt, dass die Verwaltung der Stadt Wunstorf den Nutzungsvertrag mit dem die Wohnwelt verwaltenden „Verein Lebenstraum“ bis Ende des Jahres 2009 kündigen werde. Offizielle Begründung dafür ist unter anderem die „mangelnde Distanz zu politisch radikalen Kräften“, womit antifaschistische Gruppen gemeint sind. Die Ratssitzung, in welcher die Kündigung abgesegnet werden soll, wird im September stattfinden. Aufgrund der einjährigen Kündigungsfrist würde dies, falls kein neuer Vertrag geschlossen werden kann, einen Rauswurf der Wohnwelt aus dem blauen Gebäude am ZOB zum Ende 2010 bedeuten.
Wir werden natürlich alles dafür geben, damit es nicht soweit kommen wird!
Die Wohnwelt steht seit 20 Jahren (10 Jahre davon im jetztigen Gebäude) für selbstbestimmte, unkommerzielle und alternative Kultur in Wunstorf. Sie ist nach wie vor die einzige hier existierende Möglichkeit zwangloser Selbstverwirklichung. Das Zobgebäude diente in den letzten 10 Jahren all Jenen als Anlaufpunkt, die nicht einfach nur auf Abipartys oder Schützenfesten rumhängen sondern etwas eigenes, anderes schaffen wollten. Ohne diese Möglichkeit wäre unser eigenes und das Leben zahlreicher kommender (sowie ehemaliger) Generationen won wunstorfer Jugendlichen um einiges ärmer.
Wir sind unendlich enttäuscht, dass die vielfältige und erfolgreiche Kulturarbeit, die der Verein Lebenstraum über die letzten 10 Jahre hinweg kontinuierlich geleistet hat, offensichtlich einer Vertragskündigung nicht entgegen steht. Tatsächlich können viele von uns sich ein Leben ohne Wohnwelt kaum noch vorstellen.
Darum rufen wir alle auf, den Kampf für den Erhalt der Wohnwelt zu unterstützen, egal ob „alte WohnweltlerInnen“, Bands und KünstlerInnen, denen unser Laden gefallen hat, oder einfach nur mit uns solidarische Einzelpersonen und Gruppen: Beteiligt euch an den kommenden Aktionen, schickt uns Unterstützervideos, Schreiben, Liebesgedichte, – was auch immer euch einfällt.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Lebenstraum weitergeht! Wohnwelt muss bleiben!